Was Soziale Medien und Zwiebeln gemeinsam haben

Von Snapchat zu Pokémon Go!

Der Snapchat Hype ist noch nicht verebbt, da kommt der nächste App-Tsunami auf die Unternehmen zugerollt: Auch bei Pokémon Go! darf natürlich keiner fehlen, suggerieren die Medien. Viele fragen: wie kann man die App gewinnbringend nutzen? Wie groß ist der Betreuungsaufwand und welche Risiken gibt es? Sollen wir deswegen weniger Instagram machen? Kann Snapchat Facebook ersetzen? Und sollte man nicht auch mal was bei Tinder oder Dubsmash machen und was ist eigentlich mit Musical.ly?

Die neue Unübersichtlichkeit

Die Verunsicherung bei Unternehmen ist groß. Die vielen neuen App-Entwicklungen mit mehrstelligem Raketen-Wachstum und schon angeblich ersten Übernahmeangeboten durch Facebook oder Google sorgen für eine neue Unübersichtlichkeit. Welche App hat Substanz, welche verschwindet nach kurzem Aufstieg wieder im digitalen Orkus? Ob man dabei ist oder nicht, ist wie bei einem Aktien-Investment: sollte man mal Risiko-Kapital in die Hand nehmen oder lieber doch weiter auf die (vermeintlich) sicheren Blue Chips setzen (wobei das „Blue hier wortwörtlich zu nehmen ist ☺ )?

Substanz von Hype zu unterscheiden, ist eine spannende Aufgabe für einen Social Media Berater. Was also ist zu tun? Wir stellen uns die Social Media Strategie eines Unternehmens mal wie eine Zwiebel vor, mit mehreren Häuten. Je nach Markt und Zielgruppen gibt es unterschiedliche viele Häute bzw. diese sind unterschiedlich stark.

Die neue Ordnung?

Der innerste Kern besteht aus Facebook. Man kann Facebook getrost als 360 Grad Community bezeichnen: für alle Zielgruppen und Einsatzzwecke, B2B und B2C. Auch von Umfang und Gewicht her nimmt dieser Kern den größten Teil des Ganzen in Anspruch. Die nächste, nennen wir sie die „innere Schicht“ bildet dann Instagram, vor allem bei B2C Brands. Marktmacht, Nutzung und Nutzer-Engagement machen die App unverzichtbar im Social Media Marketing. Die weiteren, äußeren Schichten der Social Media Zwiebel variieren je nach Marke, Markt und Zielgruppe: für einen Retailer besteht sie vielleicht aus Pinterest oder einem Blog, für einen Touristiker möglicherweise aus Influencer Marketing. Je nach Größe und Social Media Engagement der Marke kann diese Schicht auch doppelt besetzt sein. Die äußerste, letzte Schicht der Social Media Zwiebel ist Wandel und Erneuerung ausgesetzt: Hier könnten die eher experimentellen Apps und Communities angesiedelt sein, hier ist das Spielfeld zum Testen, was für die eigene Marke am besten funktioniert. Um im Bild zu bleiben: diese Schicht häutet sich häufig, wird abgestoßen wächst sich im besten Fall zu einer neuen Schicht aus.

Ob Zwiebel oder Social Media Strategie: wer auf die richtigen Schichten verzichtet, dem kommen schnell die Tränen….

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