Teil 2 – Jung und aktiv vs. alt und passiv? Instagram und Facebook User im Vergleich

Und hier kommt der zweite Teil der Auswertung:

Instagram User erwarten kreativen Content

Deutliche Unterschiede zwischen den Verwendern der beiden Netzwerke besteht auch in der Erwartung, welcher Content von Marken auf der Community erwartet wird. Über 80% der Instagram-User erwarten kreative Fotos, 35% ungewöhnliche Videos; die Facebook-Nutzer sind da deutlich bescheidener: nur 37% hegen die Erwartung an kreatives Fotomaterial und etwas mehr als 22% an kreative Videos auf Facebook.

Gutscheine, Gewinne, Boni?

„Aktuelle News und Informationen zur Marke“ werden mit um die 70% von beiden Nutzergruppen gleichermaßen vorausgesetzt. Und beim Thema „besondere Vergünstigungen“ (= Gutscheine, Boni, Gewinne etc.) erweisen sich die Facebook-Nutzer mit 65% Zustimmung als die größeren Schnäppchen-Jäger gegenüber den Instagramern, die immerhin zur Hälfte diese Erwartung an diese Form interaktionsfördernder Maßnahmen ebenfalls bejahen.

Instagram: People welcome!

Für Seitenbetreiber bzw. Community Manager interessant: 56% der Instagram-User wünschen sich, dass Menschen in den Postings eine Rolle spielen, Facebook-User stehen diesem Aspekt auf Bildern und Postings etwas indifferenter gegenüber: 42% ist es schlicht egal. Sie geben an, sich mehr für die Produkte zu interessieren.

Marken: wer macht den besten Job?

Auf die ungestützte Frage, wer denn einen „guten Job“ auf Instagram mache (hier wurde nicht gezielt nach Marken gefragt), nannten viele Nike, der „Rest“ verteilte sich auf mehr oder weniger bekannte Marken. Auf Produktsegmente bezogen konzentrierten sich die meisten Angaben auf Fashion-Brands; Drogerie-Marken sowie einige (internationale) Influencer folgen mit größerem Abstand. Bei Facebook dominierten die Angaben zugunsten von Drogerie-Marken; hier wurden allerdings auch einige bekannte Food- und Elektronik-Brands genannt.

Kaufen?

Über einen Link zu einem Online-Shop in einem Posting geben ca. die Hälfte der Facebook-User an, bereits ein Produkt gekauft zu haben, bei Instagram sind dies nur gut 20 Prozent. Instagram ist also in Sachen Verkaufsnutzung noch nicht auf Augenhöhe mit dem großen blauen Bruder. Mode und Kosmetik stehen für beide Usergruppen aber auf der potentiellen Kaufbereitschaftsliste ganz oben.

Fazit:

Nicht überrascht waren wir vom hohen Frauenanteil der Teilnehmer (Facebook: 65%, Instagram 81%). Regional waren die Teilnehmer auf alle PLZ-Bereiche in Deutschland gleichmäßig verteilt. Rein altersmäßig stehen jedoch jugendlichen Teilnehmern auf Instagram (über 80% zwischen 14-19) vergleichsweise „alten“ Teilnehmerinnen auf Facebook (über 50% waren 40+, davon über 30% sogar 50+) gegenüber. Bei identischem Targeting unserer Anzeigen auf Instagram und Facebook. Haben die Jüngeren Facebook etwa schon abgeschrieben? Vielleicht müsste man in diesem Fall die Formel „Die Zeit ist reif für Facebook“ heute neu formulieren: Facebook ist Zeit für die Reifen.

Und hier geht´s zum ersten Teil der Auswertung unserer Befragung.

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