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Autor: Alexander Malter
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Social Media: Welche Themen jetzt wichtig sind.

Digitale Medien waren in 2020 die klaren Gewinner der Corona-Krise. Besonders die Social Media Nutzung hat sich spürbar erhöht – vor allem bei den so genannten „Silver Surfern“. Deutlich spürbar: Viele KMUs, also mittelständische Unternehmen, springen als digitale Nachzügler gerade auf den Social Media Schnellzug auf.

Das „Was“ für die Social Media Strategie ist den meisten klar: Facebook, Instagram oder, je nach Zielgruppe, Pinterest oder TikTok. Das „Wie“, besonders in Zeiten der Pandemie, bleibt aber für viele eine offene Frage. Do’s and Dont’s: Was sind die aktuellen Trends im Social Media Content? Wie mit der Zielgruppe reden und worüber? Gibt es besondere Themen, die man aktuell besonders bei den Usern ansprechen sollte?

Vorsicht bei zu lockerem Content!

Hier kann es schnell so rüberkommen, als würde das Unternehmen seine Verantwortung in der Situation nicht ernst nehmen. Absolute Shitstorm Gefahr. Aber: bleiben Sie generell bei allen Äußerungen in Text und Bild immer positiv und optimistisch. Mit dem festen Blick auf das nahende Ende der Krise. Nutzen Sie dabei auch Medien, die sich gerade besonderer Beliebtheit und überdurchschnittlichen Reichweiten bei Facebook und Instagram erfreuen wie Videos, Stories oder Reels.

Mit informativen Postings kann man punkten

Der Informations- und Aufklärungsbedarf (Öffnungszeiten, Hygienevorschriften, Home Office etc.) ist aktuell immer noch hoch. Auch weil sich derzeit Vieles oft verändert. Allerdings haben Informationspostings zu Beginn der Pandemie besser performt als aktuell. Die aktuelle Situation scheint inzwischen von vielen Nutzern gelernt und verstanden. Information ist daher weiterhin wichtig, sollte aber kein absolutes Fokusthema mehr sein.

Verantwortung demonstrieren!

Besonders erfolgreich sind Postings, in denen Unternehmen glaubhaft vermittelt haben, dass Sie helfen wollen (z.B. durch besondere Services, Spenden, aktive Unterstützung etc). Oder die Community aktiv danach fragen, was sie gerade am meisten vermissen. Oder was sie als erstes tun würden, wenn die Beschränkungen vorbei sind. Am besten natürlich im Zusammenhang mit dem eigenen Produkt oder Service. Diese Form von Content gibt der Community das Gefühl, dass das Unternehmen Verantwortung mitträgt und Empathie für die Bedürfnisse der Kundschaft trägt. Auch beliebt: Shoutouts, also Empfehlung abgeben für einen anderen, z.B. einer Initiative mit Corona-Hintergrund (z.B. für den lokalen Handel/Gastronomie, Hilfsorganisationen, andere Supporter etc.)

Vorsicht mit dem Corona-Thema

Ein echter Spagat: Corona-Themen sollten natürlich angesprochen werden, um das Thema bestmöglich zu nutzen und die Nutzer über die Do`s und Dont`s im Unternehmen aufzuklären. Auf der anderen Seite sollte man es nicht zu sehr triggern (z.B. Maskenpflicht), um keinen Shitstorm oder emotional geführte Diskussionen anzuheizen. In jedem Fall ist bei Postings mit Corona-Thematik ein sehr wachsames Community Management angesagt, um mögliche Eskalationen durch vereinzelte Nutzer schnell zu erkennen und rechtzeitig zu reagieren.

Persönlich werden

„Conversational Marketing“ ist nicht nur ein neuer Hype, sondern hat in Krisenzeiten einen besonders hohen Stellenwert. Persönliche Botschaften gewinnen unter Corona weiter an Bedeutung. Erste Wahl sind natürlich Chatbots, mit denen die wichtigsten Fragen 24-7 beantwortet werden kann. Aber auch Messenger wie WhatsApp oder der Facebook-Messenger können für die Kommunikation mit den Kunden eingesetzt werden. Nachteil: Höherer Betreuungsaufwand, Kunden wünschen in der Regel schnelle Antworten.

Themen mit Home-Relevanz besetzen

Homeschooling, Homeoffice – die eigenen vier Wände haben an Relevanz für die Lebenswelt vieler User deutlich gewonnen. Nutzen Sie daher gezielt Themen, die Ihre Kunden in ihrem Zuhause und mit ihren eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten abholen. Auch, wenn diese Themen nicht immer direkt mit Ihrem Unternehmen oder Produkt zu tun haben. Ob Kochen, Fitness, Gesunderhaltung, Entertainment (gern auch mal schön altmodisch „offline“ ohne Smartphone oder Tablet) oder Umgestaltung der eigenen vier Wände – es gibt vieles, was man als kleinen Service für die Kunden anregen oder verbessern kann.

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