Klappe die Dritte – Facebook Intensiv Seminar in Hamburg

Am 11.4. ging unser Facebook Seminar in Hamburg in die dritte Runde. Wir haben dieses Mal für die Veranstaltung ein neues Hotel ausprobiert, das Arcotel Onyx auf der Reeperbahn. Sehr empfehlenswert, muss man sagen: Schöner, heller Raum, Technik letzter Stand, super Service. Kleiner Wermutstropfen: die Paninis als Fingerfood in der Pause waren etwas lieblos und schmeckten ziemlich pappig. Dafür waren sie garantiert ohne Pferdefleisch 😉

Zurück zum Thema. Es ging wie immer um Facebook, besonders auch um aktuelle Entwicklungen in der Community. Jede Seminarrunde hat so ihre Besonderheiten und Charakteristika. Über dieser war eine gewisse Ernüchterung zu spüren. Ernüchterung über Erkenntnisse, die den meisten neu waren und die nicht immer für Optimismus und Aufbruchstimmung sorgen, sondern eben auch mal für handfesten Frust.

seminar2013

Facebook-Youngster erleben im Seminar ihren ersten mentalen K.O. bei der Erkenntnis, dass der Edge-Rank ihnen die Gleichung „10.000 Fans auf meiner Seite = 10.000 x wird mein letzter Post gelesen“ gründlich verhagelt. Und dass es im schlechten Fall vielleicht nur 1.576 Fans sind, die denselben in ihrem News-Feed ausgespielt bekommen. Der nächste Psycho-Hammer schlägt zu bei dem Hinweis, Fotos von Fotolia oder IStock (um nur zwei zu nennen) bitte nicht mehr unbekümmert zu verwenden. Dass das unter Umständen böse Konsequenzen haben kann. Dass man doch bitte die neue 20% Regel bei der Integration von Texten in Titelbilder beachten sollte. Oder wenn man erkennen muss, dass die Anzeigen-Welt bei Facebook eine Zwei-Klassengesellschaft ist, bei der den kleinen Lichtern die werblichen Sahnestücke mutmaßlich vorenthalten bleiben.

Okay, die grenzenlose Freiheit gibt´s bei Facebook eben nicht. Man befindet sich hier auf privatem, digitalen Territorium. Und die Company, die den zur Verfügung stellt, muss Geld verdienen, das fordern die Shareholder. Die Spielregeln zum Mitmachen gibt Facebook vor. Da kommt nicht gerade selten spontan Neues dazu, manchmal auch zur Verärgerung der Community. Und alles Neue bedeutet meistens nicht mehr Freiraum, sondern neue Einschränkung. Oder Kosten. Oder beides. Der Trend zur Bürokratisierung und Monetarisierung ist bei Facebook unverkennbar und war, das muss man zugeben, absehbar.

Frage aus der Runde: Wer kann da schon in Sachen neue Bestimmungen und Entwicklungen auf Augenhöhe bleiben? Kleinere und mittelgroße do-it-yourself Betreiber einer Fanseite schneiden sich die Zeit zur Betreuung ihrer Timeline aus der ohnehin schmalen Zeitrippe. Da bleibt einfach keine Zeit, lange zu recherchieren, woher z.B. die Fotos kommen dürfen – so sie nicht selbst produziert sind. Die größeren Werbung Treibenden haben es da besser: sie haben eine eigene Social Media Managerin oder eine Agentur. Oder am besten: Beides. Unfaire Welt.

Fazit

So ging mancher nicht nur mit vielen neuen Erkenntnissen nach Hause, sondern auch mit der Gewissheit, dass wer sich auf Facebook wirklich einlässt, das nur ganz oder gar nicht tun sollte. Dass es einige Fallgruben gibt, in die man hinein stolpern kann und dass man auch verdammt viel falsch machen kann, wenn man die Spielregeln bei Facebook nicht kennt. Aber dass Facebook eben auch faszinierende Möglichkeiten bietet, Marketing, Vertrieb oder HR kreativ und sehr effizient zu ergänzen.

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