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Autor: Steffen Hauß
Lesezeit: ca. 4 Min.

Schon ein Emoji-Passwort ausprobiert? ūüė≥

Wenn du an ein Passwort denkst, kommt dir wahrscheinlich eine kryptische Buchstaben- und Zahlenkette in den Sinn. Diese ist zumeist schwer zu merken. Als wir in der Agentur √ľber Passwortsicherheit sprachen, haben wir uns gefragt: Kann man nicht die kleinen niedlichen Zeichen als Emoji-Passwort verwenden?

Darum erkl√§ren wir dir kurz, was Emojis technisch sind und welchen Vorteil sie bei einem Passwort f√ľr dich haben k√∂nnen. Au√üerdem erf√§hrst du, was du bei der Benutzung unbedingt beachten solltest und ob du deine Facebook-, Twitter- und Instagram-Konten mit einem Emoji-Passwort sch√ľtzen kannst.

Wir brauchen mehr Emojionen ?

Technisch sind Emojis Zeichen einer Schriftart, die Werten innerhalb eines Standards entsprechen. In diesem Standard ist die Codierung von Buchstaben, Zahlen und Symbolen vereinheitlicht. Wenn du ein¬†?¬†versendest, steht das Emoji f√ľr eine Zeichengruppe, die an den Empf√§nger √ľbertragen wird. Das Ger√§t, auf dem deine Nachricht eintrifft, nimmt die Zeichengruppe und stellt sie in Form einer Grafik dar. Daher sehen Emojis auf einem iPhone anders aus als bei einem Smartphone mit Android oder Windows Mobile. Jede Plattform hat ihre eigene Schriftart, mit der die Emojis dargestellt werden.

Der Vorteil bei einem Emoji-Passwort ist die M√∂glichkeit, Eselsbr√ľcken zu bilden. Damit verwendest du Zeichen, die bei einem Versuch dein Benutzerkonto zu knacken mit gro√üer Wahrscheinlichkeit nicht ber√ľcksichtigt werden oder deren Kombination nur schwer zu erraten ist. Du kannst dir eine Eselsbr√ľcke wahrscheinlich viel besser merken als ein Passwort, das etwa so aussieht „$39anB#21“.

Ein paar Beispiele f√ľr Emoji-Eselsbr√ľcken:

  • !???‚öĹÔłŹ?! – Ich freue mich, wenn Deutschland im Fu√üball den Pokal holt!
  • ????¬†– Am Abend sitze ich auf der Couch, gucke einen Film und esse Popcorn.
  • ‚ĚĄÔłŹ???¬†– Wenn es kalt ist, trinke ich Tee, esse Kekse und lese ein Buch.

Es gibt unvorstellbar viele M√∂glichkeiten lustige und gleichzeitig sichere Passw√∂rter zu erfinden. Die Sicherheit kann in Kombination mit einem zus√§tzlichen Symbol, wie „!“, erh√∂ht werden.

Worauf du bei der Benutzung von einem Emoji-Passwort achten solltest!

Es gibt bei der Verwendung ein haupts√§chliches Problem. Die Emoji-Tastatur kann innerhalb von Apps oder beim Passwortfeld im Browser vom Betriebssystem deaktiviert sein. Du kannst dein Emoji-Passwort somit nicht mit der Tastatur eingeben. Du musst es zun√§chst woanders erstellen, beispielsweise in der Adresszeile des Browsers. Dann kannst du es kopieren und einf√ľgen. Du solltest auch bedenken: An Desktop-Rechnern m√ľssen Emojis √ľber alternative Wege eingegeben werden. Bei macOS beispielsweise mit Ctrl + Cmd + Leertaste und bei Windows 10 mit Windows-Taste + . (Punkt) oder ; (Semikolon).¬†Dann erscheint die Emoji-Auswahl.

Besser gelingt es dir, wenn du einen Passwortmanager benutzt. Das Programm f√ľllt dein Passwort auf der Eingabemaske automatisch aus oder l√§sst es dich kopieren und einf√ľgen. Deine Passw√∂rter sind im besten Fall auf allen Ger√§ten synchronisiert.

Wenn du diese technische H√ľrde akzeptieren kannst, musst du nur noch ausprobieren, ob die Website Emojis als Passwort annimmt.

Ein Emoji-Passwort f√ľr Social Media Accounts?

Wir haben f√ľr dich Emoji-Passw√∂rter bei Facebook, Twitter und Instagram getestet. Im folgenden Abschnitt stellen wir dir unsere Ergebnisse vor.

Facebook

Wir konnten ein Emoji-Passwort festlegen, Facebook erwartet aber mindestens 6 Zeichen (einzelne Emojis) von dir. Der Login funktionierte bei Facebook mit einem Emoji-Passwort ohne Probleme.

Twitter

Beispiel mit einem Emoji-Passwort bei Twitter

Bei Twitter hat unser Test mit einem Emoji-Passwort ebenfalls funktioniert. Hier lie√üen sich bereits f√ľnf Zeichen verwenden. Aber denke daran – je mehr Emojis oder Zeichen, desto sicherer ist dein Passwort.

Instagram

Beispiel mit einem Emoji-Passwort bei Instagram

Im Gegensatz zu Facebook und Twitter k√∂nnen bei Instagram keine Emojis im Passwort verwendet werden. Du wirst ausdr√ľcklich darauf hingewiesen, dass Emojis in einem Passwort f√ľr Instagram ein No-Go sind. Bereits beim Versuch das Emoji-Passwort zu speichern, erh√§lt der Nutzer eine Fehlermeldung.

Fazit

Auf Facebook und Twittter kann man ein Emoji-Passwort verwenden – auf Instagram nicht. Du solltest unbedingt die Hinweise aus dem vorherigen Abschnitt ber√ľcksichtigen, falls du bei einer Website ein Emoji-Passwort benutzen m√∂chtest. Wenn du jetzt Feuer¬†und Flamme bist, w√ľnschen wir dir emojionale Momente bei der Kreation von Passw√∂rtern.

Falls du mehr √ľber sichere emoji-freie Passw√∂rter erfahren m√∂chtest, lese unseren Beitrag zum Thema „Sichere Passw√∂rter f√ľr Social Media Accounts“.

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