Ach, Bahn, ach Telekom…

Unser Geschäftsführer Alexander hat so seine ganz eigenen Erfahrungen mit diesen beiden Unternehmen gemacht und lässt an dieser Stelle einmal seinem Ärger Luft – Social Media sei Dank kann man so etwas in der heutigen Zeit ja machen … 😉 Was meint ihr?

Es gibt Unternehmen, die möchte man am liebsten neu erfinden. Also am besten: Geschäftstätigkeit zwangsbeenden, neu erfinden und von Grund auf neu organisieren. Mit motivierten, frischen Leuten. Mit einer leistungsfähigen, pünktlichen, zuverlässigen Organisation. Mit ausreichend Menschen, die ihr Handwerk verstehen. Mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen. Und vor allem: mit dem unerschütterlichen Dienstleitungswillen als Kern des eigenen Selbstverständnisses.

Erster Kandidat für eine solche Neugründung wäre die Deutsche Bahn. Deren Probleme sind ja nun hinreichend bekannt. Und sie lässt auch kaum eine Gelegenheit aus, sie täglich aufs Neue unter Beweis zu stellen. Standardspruch: „Die Abfahrt verzögert sich um …. Minuten“ (bitte stets 10-20 Minuten im Geiste zurechnen), schmuddelige Uralt-Waggons, IC genannt. Wenn dann passenderweise wenigstens die Preise auch aus den 70ern stammen würden. Dazu notorisch muffeliges Personal. Entweder ist morgens die Kaffeemaschine defekt oder man lässt gleich den ganzen Speisewagen zu Hause stehen. Kurz: die Bahn macht nicht mobil, sie macht vor allem schlechte Laune. Weil man vor einem Termin immer eine Extra-Stunde (besser zwei) für die obligatorische Verspätung einplanen muss.

Ein anderer Kandidat zum „ambestenauflösenundwiederneugründen“ ist das magentafarbene Monster, das sich Telekom nennt. Am 2. Juli haben wir im T-Punkt Kaufinger Straße in München stolz unseren Anschluss für unser neues Münchner Büro angemeldet. „Der 17. Juli ist kein Problem für uns. Das schaffen wir“ hieß es dort. Nach vielen Jahren einer konsequenten Telekom-Vermeidungs-Strategie geschäftlich und privat wächst ein zartes Vertrauens-Pflänzchen im Innersten und der innere Gutmensch spricht: „Selbst die Telekom verdient mal eine neue Chance. Die haben aus ihren vielen Fehlern sicher auch mal gelernt“.

Bahn-Telecom

Haben sie nicht. Denn Telekom(mt) nicht: Zuerst wurde der 17.7. brieflich gecancelled. Schon das Anschreiben lässt reflexhaft alte Erinnerungen hochsteigen. Das einmalig hässliche Recyclingpapier wird also nach all den Jahren tatsächlich immer noch verwendet. Das nenn ich Kontinuität. Im Brief heißt es lapidar, es gäbe „technische Schwierigkeiten“ und nach einigen weiteren Briefen und Gesprächen mit der 0800er Nummer (schon deren Benutzung ist Strafe genug) kündigte sich der Telekom-Mann nach sage und schreibe zwei vollen Monaten seit der Beantragung zur Installation vor Ort an. „Zwischen 12 und 18.30 Uhr“, heißt es im Brief. Allein das schon eine Unverschämtheit. Nicht zu reden von zwei Monaten Wartezeit für einen Geschäftsanschluss, oder besser: Geschäftsnichtanschluss, Der Telekom-Mann kam dann gegen 17.50 Uhr, konnte aber nur die Dose setzen und verschwand danach wieder ins Weite, um irgendwo im Telekom-Reich an einem Schaltkasten den Anschluss frei zu schalten. Von telefonieren, geschweige denn Internet ist also weiterhin keine Spur….

Die Telekom hat bewiesen, dass sie nichts dazu gelernt hat. Inakzeptabel lange Wartezeit für eine simple Dienstleistung, schlechte Beratung im Shop, hohe Hürden bei der Erreichbarkeit. Ganz sicher: das war mein letzter Versuch mit euch, dem Wettbewerb sei Dank gibt es ja Alternativen. Auch wenn die oft auch nicht viel besser sind. Die Bahn werden wir wohl weiter als staatsgegebenes Schicksal mit Zwangsentschleunigung begreifen müssen. Ob sich daran mit der nächsten Bundesregierung etwas ändert?

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